Seit langem wollte ich mal wieder nach Berlin. Das letzte
Mal war ich 2000 dort! Anfang des Jahres hatte ich das Glück günstig an
Bahntickets zu kommen und auch bei dem Hotel hatte ich Glück. Da HerrTon eine
solche Fahrt nicht mitkonnte, sind wir Mädel alleine los.
Bereits am frühen Nachmittag waren wir im Hotel. Nachdem wir uns umgezogen hatten, ging es auch weiter. Am Breitscheidplatz haben wir die Medaillen Zeromonie mitbekommen und bekamen die ersten Eindrücke der Leichtatheltik EM.
Das Olympiastadtion und die Abendwettkämpfe wollten wir uns auch anschauen.
Wir waren bei der Siegerehrung von Mateusz Przybylko dabei, der im Hochsrpung Europameister wurde und später beim Sieg von Gesa Krause. Die Stimmung war sensationell und einfach klasse!
Am nächsten Tag gehen wir los.Der Eingang „unser“ schönen U-Bahnstation „Wittenbergplatz. Der
Platz ist Teil des Generalszugs, einer Straßen- und Platzfolge, der die
Ortsteile Schöneberg und Kreuzberg miteinander verbindet. Der rechteckige Platz
wurde zwischen 1889 und 1892 angelegt.
An der südwestlichen Ecke des Platzes
steht das Kaufhaus des Westens (KaDeWe). Unser erstes Ziel. Es war schon sehr
beeindruckend.
Weiter geht es mit dem Bus. Unser erstes Ziel war das
Das Brandenburger Tor steht am Pariser Platz, der als einer
der schönsten Plätze der Hauptstadt gilt. Um den Pariser Platz herum wurden
vornehme Stadtvillen, Botschaften und das Nobelhotel Adlon errichtet. Außerdem ist es das Symbol Berlins.
Weiter ging es zum Holocaust-Mahnmal. Es besteht aus einem
wellenförmigen Feld mit 2711 Stelen und soll die Besucher mit dieser abstrakten
Form zum Nachdenken anregen.
Unser Weg ging weiter zum Potsdamer Platz und der Mall of
Berlin.
Weiterhin zu Fuß halten wir am Platz des Volksaufstandes. Der
Platz ist vor dem Bundesfinanzministerium und erinnert an den Volksaufstand vom
17. Juni. Hier hatten die Arbeiter vor 60 Jahren demonstriert. Das Mahnmal ist
sehr unspektukalär und auch leicht zu übersehen, sieht man von
Informationstafeln ab. Im Fußboden eingelegt befindet sich ein 24 mal drei
Meter großes Foto des Volksaufstandes. Abgebildet sind Menschen, die einander
unterhaken, ein sehr bekantes Bild des Volksaufstandes aus jener Zeit. Mehr
Informationen sind hier (http://www.geschichte-und-politik.info/berlin/gedenkorte/ddr/aufstand/aufstand1.html)
Ungeplant stehen wir an der Topographie des Terrors. Es ist
ein seit 1987 bestehendes Projekt in Berlin zur Dokumentation und Aufarbeitung
des Terrors in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland insbesondere
während der Herrschaftszeit von 1933 bis 1945. (Infos hier: https://www.topographie.de/)
Das 200 m lange Reststück der Mauer an der
Niederkirchnerstraße – die hier die Grenze zwischen den Bezirken Mitte
(Ost-Berlin) und Kreuzberg (West-Berlin) markierte – wurde auf Wunsch der
„Topographie des Terrors” mit allen Spuren der Zerstörung aus der Zeit des
Mauerfalls erhalten und 1990 unter Denkmalschutz gestellt. Das Mauerfragment
ist heute Bestandteil des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors. Als
eines der wenigen noch erhaltenen Mauerreste in der Stadt ist es auch eine der
zentralen Stationen innerhalb des vom Berliner Senat entwickelten
„Gesamtkonzepts Berliner Mauer”.
Auf dem Rückweg sind wir am Checkpoint Charlie vorbei. Es war
so voll und wir nun auch schon sehr erschlagen, dass wir uns nicht weiter
aufgehalten haben. Seine Bekanntheit erlangte der Grenzübergang im Oktober 1961
nach dem Bau der Mauer: In den letzten Oktobertagen bezogen hier amerikanische
und sowjetische Panzer Stellung, nachdem am DDR-Grenzposten Angehörige der
US-Mission aufgefordert worden waren, sich beim Passieren des alliierten
Kontrollpunktes auszuweisen. Damals standen sich sowjetische und alliierte
Panzer mit scharfer Munition gegenüber.
Wir haben uns auf ein Boot verzogen und Berlin an uns vorbei
ziehen lassen.
Mit der S-Bahn ging es ins Hotel und für die Große direkt unter die Dusche
Die Große schlief sich ordentlich aus und frühstückte dann. Wieder
nahmen wir den Bus. Die Linie 100 hielt nicht weit von unserem Hotel. Mit dem
100er Bus erhält man eine kostenlose Stadtrundfahrt vorbei an den wichtigsten
und beliebtesten Sehenswürdigkeiten durch das historische Zentrum. Ich hatte
schon von zu Hause die Fahrkarte gekauft und habe mein Auto auch nicht einmal
vermisst. Es war so viel einfacher.
Ich kaufe die Tickets für den Fernsehturm während die Große draußen wartet.
Da wir knapp 2 Stunden warten müssen und wir Hunger
bekommen, fahren wir zu den Hackeschen Höfen. Die Hackeschen Höfe liegen in der
Spandauer Vorstadt im Ortsteil Mitte (Bezirk Mitte) von Berlin, unweit des
sogenannten Scheunenviertels.
Es geht dann endlich hoch. (mehr Infos https://tv-turm.de/de/startseite/) Der Berliner Fernsehturm ist mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands sowie das vierthöchste freistehende Bauwerk Europas. Von oben hat man einen sagenhaften Blick über Berlin
Wir gehen zurück zu den Hackeschen Höfen . Sie bilden das
größte geschlossene Hofareal Deutschlands und stehen seit 1972 unter
Denkmalschutz. Die acht Hackeschen Höfe
zwischen der Rosenthaler- und der Sophienstraße bieten auf 27.000 Quadratmetern
Raum für 40 Gewerbeunternehmen, dazu gehören Kultureinrichtungen, ein Kino,
Cafés, Shops und Wohnungen.
Besonders jüdische Einwohner lassen sich in den folgenden
Jahren rund um den Hackeschen Markt nieder, sodass sich eine lebendige jüdische
Gemeinschaft entwickelt. Bei genauen Hinsehen findet man viele Stolpersteine. Mit
im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen
erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt,
ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie
werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer
niveaugleich in das Pflaster bzw. den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen.
Sie sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. (mehr
Infos https://de.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine)
Nicht verwunderlich also, dass hier das Anne Frank Zentrum
zu finden ist, das wir uns nachmittags anschauen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die
Lebensgeschichte und das Tagebuch Anne Franks. Viele erhaltene Fotos und
Dokumente zeigen ihre Lebensgeschichte auf, dazu sind Interviews mit ihrem
Vater, ihrer Schulfreundin und einer Helferin zu hören
Als Kontrastprogram gehen wir Richtung Museumsinsel und
machen Pause an der Strandbar gegenüber vom Bodemuseum.
Am Kupfergraben geht es zurück zum Bus. Zwischen
Staatsopfer, Alter Bibliothek, „Unter den Linden“ und St. Hedwigs Kathedrale
liegt der Bebelplatz. Er ist der einzige Platz der Innenstadt, dessen Fassaden
so aussehen wie vor 1943. Auf diesem schönen Platz ließen die
Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 über 20.000 Bücherverbrennen.
Durch eine gläserne Bodenplatte in der Platzmitte blickt man
in einen unterirdischen Raum mit leeren, für etwa 20.000 Bücher (so viele
wurden verbrannt)Platz bietenden, weißen Bücherregalen aus Beton.
Mit dem 200er Bus geht es zum Ku’Damm. Dort essen wir und
schlendern dann in unser Hotel .
Übers Internet hatte ich Karten für den Reichstag gebucht.
Auf dem Weg dorthin machten wir Halt an der Siegessäule
Und gehen auch hinauf, sogar ganz hinauf über die
Wendeltreppe mit 285 Stufen. Von der Plattform auf rund 51 Metern Höhe haben
wir einen wunderbaren Panoramablick über den riesigen, grünen Tiergarten und
auch den Rest der Stadt.
Auf der Straße des 17. Juni spazieren wir mitten durch den Tiergarten
zum Reichstag. Wir hatten, um die Kuppel begehen zu können auch eine Führung
gebucht.
Im Gebäude sieht man die Spuren der Geschichte, die nach dem
Umbau sichtbar bleiben sollten. Dazu gehören auch Graffiti sowjetischer
Soldaten aus den Maitagen 1945, die nach der Eroberung Berlins angebracht
wurden.
Die auf der Stele zur Deckenmitte hin aufsteigenden
Parlamentsreden bilden symbolisch einen tragenden Pfeiler des Parlamentes als
des Hauses der politischen Rede (mehr hier: https://www.bundestag.de/besuche/kunst/kuenstler/holzer/holzer/199082)
Durch den Versorgungstunnel kommen wir in das das
Paul-Löbe-Haus. Benannt nach dem letzten demokratischen Reichstagspräsidenten
der Weimarer Republik. Es dient vorrangig der Unterbringung von
Funktionsbereichen, die für den reibungslosen Parlamentsbetrieb die Nähe zum
Reichstagsgebäude erfordern
Wir bekommen auch das Archiv der Deutschen Abgeordneten von Christian
Boltanski zu sehen. Kästen aus Metall sind mit den Namen aller Abgeordneten von
1919 bis 1999 beschriftet. Sie versinnbildlichen die demokratische Tradition
Deutschlands.
Die Namen der Abgeordneten, die von den Nazis ermordet wurden,
sind mit einem schwarzen Band hervorgehoben. Die dunkle Zeit zwischen 1933 und 1949 ohne Parlament
symbolisiert eine schwarz lackierte Box.
Selbstverständlich nutzen wir auch die Möglichkeit uns die
Kuppel anzuschauen.Von da aus sind wir unter den Linden spazieren gewesen
und
waren im Kaufhaus Dussmann.
Um sie da raus zu bekommen, gab es neben Essen nur ein gutes
Argument: Schokolade. Wir haben der Ritter Sport Welt einen Besuch abgestattet.
Über den Gendarmenmarkt ist wunderschön. Hier stehen das
Konzerthaus, davor die Statue Friedrich
Schillers. Links und rechts davon
stehen die beiden Kirchen, die Französische Friedrichstadtkirche und die lutherische Kirche, mit fast
überdimensioniert wirkenden Kuppeltürmen. Die Türme heißen zwar Deutscher Dom
und Französischer Dom, doch sind sie keine Kirchen. Der Name Dom kommt vom
französischen Wort dôme, das Kuppel bedeutet.
Wir gehen wieder zurück zum Bus und bleiben noch eine Weile
im Lustgarten vor dem Berliner Dom.
Unser letzter Tag! Die Große wollte gerne nochmal ihren
Rapsberry Shake aus der Mall of Berlin haben und ich wollte mir das Sony Center
am Potsdamer Platz sehen.
Als wir an dem Stück Mauer vorbei gingen kam sie auf die Idee,
dass sie sich gerne die Gedenkstätte zur Mauer anschauen mag
Wir sind mit der U-Bahn zur Bernauer Straße gefahren. Die
Gedenkstätte Berliner Mauer ist der zentrale Erinnerungsort an die deutsche
Teilung, gelegen im Zentrum der Hauptstadt. Am historischen Ort in der Bernauer
Straße erstreckt sie sich auf 1,4 km Länge über den ehemaligen Grenzstreifen.
Auf dem Areal der Gedenkstätte befindet sich das letzte Stück der Berliner
Mauer, das in seiner Tiefenstaffelung erhalten geblieben ist
Exemplarisch ist der Maueraufbau dargestellt. Der Verlauf
der Mauer wurde durch Stäbe rostenden Stahls nachgestaltet
Das Fenster des
Gedenkens ist eine 12 Meter lange Wand aus rostendem Stahl, in der sich
162 Fenster mit den Porträts jener 130 Menschen befinden, die als Flüchtlinge
oder Unbeteiligte an der Berliner Mauer erschossen wurden oder tödlich
verunglückten.
Fundamente der alten Wohnhäuser der Straße.
Mit der Tram sind wir zur Oberbaumbrücke und haben dort dann
auch endlich mal einen Döner gegessen und sind zum Abschluss an der Spree lang
bevor wir mit der U-Bahn von Kreuzberg aus an den Wittenbergplatz und haben
dort noch ein wenig gesessen.
Am Freitag ging es dann mit der Bahn wieder zurück, was auch wieder sehr gut klappte. Wir können uns über die Deutsche Bahn null beschweren und haben auf dieser Fahrt nur gute Erfahrungen gemacht

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen