Mittwoch, 30. Oktober 2019

Dublin



Schon lange träume ich davon, nochmal nach Dublin zu fahren. Als Familienurlaub kam es nicht als Idee, mit Freundinnen wollte ich meinen letzten runden Geburtstag dort feiern, was nicht klappte und so ging die Zeit ins Land. Meine amerikanischen Kollegen erzählten mir, dass sie über Dublin zurück fliegen und Weihnachten schaute ich zufällig nach Flügen. Die waren bezahlbar und ich buchte sie mir als Geschenk. 
Seitdem freute ich mich auf den Oktober und ich konnte nicht glauben, dass es wahr wird und dann sitzen wir tatsächlich im Flieger.
 Yeah! 


das B&B liegt direkt auf dem Weg vom Flughafen ins City Center und wir können auch unser Gepäck dort lassen. Von da aus geht es weiter. Wir mussten dann doch mal was essen, immerhin waren wir seit 6:30 unterwegs.


Von der O'Connell Street, der Hauptstrasse der Stadt biegen wir in die Henry Street ein. Wir benötigen spontan eine Jacke für sie, da ihre zu Hause hängt 
Die Strasse kenne ich noch aber das Wahrzeichen "The Spire" ist mir neu. Offiziell heißt The Spire „Monument of Light“, weil in der Spitze ein Licht integriert ist, was nachts weit hin leuchtet. Die „Spitze“ auf deutsch übersetzt ist insgesamt 123 Meter hoch und hat am Fuß einen Durchmesser von drei Metern. Oben sind es nur noch ganze 15 Zentimeter. Früher stand an der Stelle eine Statue des berühmten Admiral Nelson zur Erinnerung an die Schlacht von Trafalgar. 1966 wurde bei einem IRA- Anschlag die Nelson – Säule gesprengt. 

Wir lassen uns treiben, gehen über die Liffey Richtung Süden und wollten eigentlich hier noch rein aber 20 Minuten Wartezeit sprachen uns nicht an 


Letztendlich landen wir in einem Café an der Dame Street. Die Strasse läuft parallel zur Liffey und verbindet das Trinity College und die Christ Church
Der Großen geht es dann nicht so gut und wir fahren zurück 
12 Stunden schläft sie am Stück und ich mache mir doch Sorgen. Glücklicher Weise wacht sie gut gelaunt auf 


unser kleines feines Zimmer. Immer wieder hatte ich geschaut, ob wir was günstigeres finden, musste aber feststellen, dass ich mit dem Preis Glück hatte und im Nachhinein war es die richtige Entscheidung. 
Obwohl direkt an der Hauptstrasse mit der Haltestelle für 4 Buslinien vor der Tür war unser Zimmer sehr ruhig, Das kenne ich aus meiner Zeit in der Stadt doch anders. Außerdem war es sauer. 
 die Große versucht sich am irischen Frühstück. 
Stärkung braucht sie auch. Wir bleiben nicht in der Stadt. Mit dem Bus geht es in die Stadt und nachdem die Dart uns zu lange braucht, geht es auch mit dem Bus weiter. Wir warten am Customs House. Ursprünglich war es das Zollamt, heute ist das Umweltministerium in dem Gebäude. Auf Grund des Dublin Marathons funktioniert der Fahrplan nicht und wir wissen nicht ,ob wir nun 5 oder 50 Minuten warten müssen. 
 Meine Idee war es nach Howth zu fahren. Früher wurden von hier waren nach Dublin gebracht. Doch da die Hafenbucht versandete, wurde der Hafen verlegt und Howth wurde zu einem Wohnort der Besserverdiener. 
Von der Haltestelle aus gehen wir Richtung Hafen, dessen westlicher Teil immer noch den Fischern gehört. 
 ich will mit ihr aber den Cliffwalk gehen. Das kenne ich aus meiner Erinnerung noch: egal wie das Wetter ist, die Iren gehen im Meer baden. 
 Blick auf Ireland's Eye
Wir kommen vorbei an einigen schicken Villen mit Meerblick bis die Straße einem schmalen Küstenpfad, dem Cliff Walk weicht, der sich auf den Klippen entlang der Küste schlängelt. Wir genießen die Aussicht und kommen aus dem Bewundern nicht mehr heraus. 
Alle paar Meter bleiben wir stehen, weil die Aussicht nun noch besser ist als die davor. Steile Klippen tun sich vor uns auf und bei einem Blick in den Abgrund wird uns leicht mulmig.  
 Es war ja eigentlich nur als Motivation gedacht und niemals hätte ich gedacht, dass es passiert. ein traumhafter Tag wird gekrönt durch einen Delfin an der Küste. Es ist das erste Mal, dass ich dieses wunderbare Tier in freier Natur sehe. 
 
 Blich auf Dalkey
 unten ist ein Strand und es gibt wohl auch "Irre" , die von den Klippen springen 
Nach dem Baily Lighthouse wird die Küste flacher
 
und wir treten den Rückweg ins Dorf an. Vom Leuchtturm geht es hinauf zum Howth Summit, dem Gipfel von dem aus man die ganze Bucht vor Dublin überblicken kann. Eigentlich wollte ich in dem Pub was essen, allerdings war der gut besucht und sie hatten keinen Platz für uns. Wir gehen daher Richtung Hafen zurück
 Beeindruckt von der Deko
und finden ein kleines Café für eine Stärkung. 
wir gehen weiter und ich hab Lust auf Fish & Chips 
wir wandern noch am Hafen lang 
Später nehmen wir die Dart zurück in die Stadt und sind schnell wieder da. Obwohl ich einen Teil der Strecke über ein Jahr gefahren bin, habe ich kein Aha-Erlebnis 
 An der Liffey lang. diese Promenade gab es damals nicht
 Es ist die Idee der Großen noch die on-and-off Bus Tour zu machen. Wir erreichen den letzten Bus, d.h. off ja aber nicht wieder on. Das ist aber ok und wir fahren 2 Stunden durch die immer dunkel werden Stadt.
 Vorbei am National Museum. Später wird es zu kalt und dunkel. Wir wechseln nach unten in den Bus und genießen den Eindruck. 
 Hinter dem Baum ist das B&B. Mit dem Bus geht wieder in die Stadt
 Kaffee passend zum Outfit 
Heute ist das Trinity College u.a. unser Ziel 
 
bzw. das 
 Die Führung findet erst um 13 Uhr statt. Wir gehen weiter. In Dublin ist Feiertag und die Geschäfte öffnen daher zum Teil erst später. Direkt am College fängt die Grafton Street an. Sie ist sie Haupt-Einkaufsstraße. Sie führt bis zum St. Stephen’s Green 
 und dem dortigen Shopping Centre. Dieses ist bekannt für seine Architektur. Die Läden sind nicht so toll. 
Vor der Tür gibt es Donuts, wobei es auch Krapfen sein könnten. Wichtiger: sie schmecken  
Zurück zum Trinity, Dublins ältestes und schönstes College wurde 1592 von Elisabeth I. gegründet
Von College Green kommend betritt man das Gelände durch den mit Statuen von Edmund Burke und Oliver Goldsmith flankierten Eingang. Der sich anschließend vor einem ausbreitende große Innenhof bietet einen der bekanntesten Anblicke Dublins: Der „Parliament Square“ mit dem berühmten „Campanile“, einem 1853 von Sir Charles Lanyon errichteten Glockenturm mit immerhin 30 Meter Höhe.

 Wir besuchen die Ausstellung. Sie ist beeindruckend aber viel zu voll. obwohl die Tickets schon limitiert sind pro Stunde. Das Book of Kells ist Irlands größter kultureller Schatz, und der Long Room ist eine der schönsten Bibliotheken der Wel.Das Buch von Kells enthält eine reich verzierte Abschrift des lateinischen Textes der vier Evangelien.  Die Mönche von Iona stellten das Buch von Kells wahrscheinlich Anfang des neunten Jahrhunderts her. Wir erfahren mehr über den Symbolismus und die Handwerkskunst hinter dem Buch, das das Leben von Jesus Christus dokumentiert.
 Von da aus geht es in den Long Room. Die Hauptkammer der Old Library ist fast 65 Meter lang, und beherbergt rund 200.000 der ältesten Bücher der Bibliothek. Als er erbaut wurde, hatte dieser Raum eine verputzte flache Decke, Bücherregale auf der unteren Ebene und darüber eine offene Empore. Zu Beginn der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts waren diese Regale voll. Nach Plänen der Architekten Deane und Woodward, wurde 1860 das Dach gehoben: Die gegenwärtige Tonnengewölbedecke wurde erbaut, die es erlaubte, Regale auch in der Empore aufzustellen.
Vor den Bücherregalen im Hauptgeschoss stehen Büsten von Männern, die wegen ihrer Gelehrsamkeit hochangesehen sind, um die Bibliothek zu schmücken, darunter diejenigen von HomerPlatonAristotelesWilliam ShakespeareIsaac Newton oder Robert Boyle. (Quelle: Wikipedia)
 der herbstliche Campus
 Wir setzen unsere Bus Tour fort. Das Ticket ist 24 Stunden gültig. Wegen des Dublin Marathons am Vortag fuhr der Bus den Marion Square nicht an und da kamen wir nun heute vorbei. Ein bekanntes Markenzeichen sind die verschiedenen Türen. Die damalige Englische Regierung wollte den gleichen Häuserstil. Die Iren revoltierten mit farbigen Türen, denn die Farbe war nicht festgelegt.
Danach steigen wir wieder aus und gehen zum wohl schönsten H&M.
Nun kommt der Hunger und wir essen. Eigentlich wollten wir ins Powerscourt House, das hatte aber wegen des Feiertages geschlossen. Spontan haben wir uns ins Gourmet Burger Kitchen gesetzt. 
Wir suchen den Ausgang und kommen an der Neuen Library und der "Pomodoro" vorbei. Die Skulptur, die nach seinem Künstler benannt ist, stellt eine Weltkugel da, die aus einer anderen Weltkugel entspringt
Gut gestärkt sind wir weiter durch die Straßen südlich der Dame Street gelaufen und haben uns treiben lassen
Auf dem Weg zurück ging es durch Temple Bar. Temple Bar ist ein lebhaftes Viertel am Flussufer, das von gepflasterten Fußgängerstraßen durchzogen ist. Das Temple Bar Pub ist eines der Motive und wir hatten Glück, dass uns jemand fotografierte 
Die Ha'Penny Bridge ist wohl eines der bedeutendsten Wahrzeichen Dublins. Sie überspannt den Fluss Liffey und verbindet den alten Stadtteil Temple Bar im Süden.Ihr kurioser Name Half Penny Bridge, der von den Iren zu Ha’penny Bridge abgekürzt wird, rührt vom Wegezoll her, der bis 1919 beim Betreten der Brücke entrichtet werden musste. Hierzu waren an beiden Enden der Ha’penny Bridge Drehkreuze angebracht, die nur passiert werden konnten, wenn der Fußgänger einen Halfpenny, in späterer Zeit sogar einen ganzen Penny, gezahlt hatte. 
über die Henry Street geht es zurück. 
Wir brauchen nochmal etwas Natur und wir nehmen die Dart, dieses Mal Richtung Süden 
Umsteigen an den Grand Canal Docks
Ziel ist Dalkey, es ist einer der begehrtesten Wohnlagen bei Dublin. 
Wir gehen Richtung Küste und blicken auf Howth. Dort entlang geht es Richtung Norden 
am James Joyce Tower vorbei. Der in Sandycove gelegene Martello Tower gehört zu einer Reihe von Küstenbefestigungen, die 1804 zwischen Dublin und Bray zur Abwehr einer napoleonischen Invasion erstellt wurde. 1904 verbrachte Joyce hier eine Woche als Gast – Grund genug für ihn, die Odyssee Blooms hier beginnen zu lassen.
Blick Richtung Süden
es ist sehr windig an dem Tag
Das Seebad Forty Foot liegt auf einer felsigen Landspitze bei Sandycove und ist ein, wenn nicht die, beliebteste Badestelle der südlichen Dublin Bay. Ursprünglich war die Benutzung des Seebads Männern vorbehalten. Doch heutzutage gelten keine Beschränkungen mehr. Auch die aktuelle Wetterlage scheint hier niemanden zu beeindrucken. Denn zu jeder Jahreszeit tummeln sich hier Schwimmer im Wasser.
an der Promenade geht es weiter nach Dún Laoghaire
Wäre es nicht so windig gewesen, wäre ich gerne am East Pear raus gegangen aber das konnte ich der Großen nicht zumuten
Blick auf das National Maritime Museum of Ireland. Es befindet sich in einer im 19. Jahrhundert für Seefahrer errichteten Kirche und zeigt Kunstwerke und Artefakte der Marinegeschichte. 
Nachdem wir schlecht gegessen hatten, gibt es noch ein Crêpe für sie
nachdem wir noch durch den Ort gegangen sind, geht es zurück nach Dublin. Diese strecke bin ich ein paar Monate zur Arbeit gefahren. Aber auch hier hat nichts geklingelt bei mir. 
Wir lassen uns wieder durch die Stadt treiben und kommen an der Molly Malone Statur vorbei. Ich erinnere mich, dass die damals an der Grauton Street stand. So war es auch. Sie ist im Zuge des LUAS Baus umgezogen 
Blick auf die Dame Street
kleiner Snack 
mit Blick auf die Christ Churche 
Durch die Altstadt zur Liffey und zurück ins B&B
kein ganz schöner Ausblick aber durch den Hofausblick doch ruhig 
abends gehen wir in ein Pub essen. 
und ich hab mein erstes irisches Guiness auch fast 20 Jahren 
schon ist er angebrochen, unser letzter Tag. Wir stärken uns noch mal beim Frühstück, lassen unsere Koffer im B&B und fahren ein letztes Mal Richtung City Centre
Blick auf das General Post Office, hier habe ich damals meine Briefe nach Deutschland aufgegeben. 
beide Bauwerke (Samuel Beckett Bridge und das Convention Centre Dublin) gab es damals noch nicht 
Auch die Jeanie Johnston lag damals dort nicht. Das Schiff ist ein Replik eines Segelschiffs. Das Original hat im 19. Jahrhundert die Menschen, die in ihrer Not Irland verlassen mussten, in die neue Welt nach Nordamerika gebracht. Seit 2012 ist es ein Museumsschiff. An Bord kann man mehr über die Zeit der Hungersnot und das Leben an Deck erfahren mit denen die bettelarmen irischen Auswanderer in eine neue Heimat aufgebrochen sind.
Wir gehen aber ins EPIC, es bietet Informationen zur Geschichte der irischen Hungersnot und zur Auswanderung in andere Länder. (Link auf die Homepage)
St. Patrick's Day wird auch in Deutschland gefeiert. 
dort im Custom House Harbour fing im September 1998 mein Dublin Abenteuer an 
Blick Richtung Hafen. Von da aus ging es für mich Ende Nov 1999 zurück
Am World Poverty Stone, er erinnert an den von der UN ausgerufenen Internationalen Tag gegen Hunger.
direkt dabei das Famine Memorial.  Zwischen 1845 und 1849 hungerten und verhungerten die Leute ein Irland: Kartoffel-Missernten verursachten "the great famine" (die große Hungersnot, auch irish potato famine). Irland war um 1845 ein recht armes Land, das Hauptnahrungsmittel der Menschen war die Kartoffel. Durch die Kartoffelfäule kam es zwischen 1845 und 1849 zu kompletten Ernteausfällen. Die Reaktion der britischen Regierung war sehr verzögert und langsam. So verringerte sich die Bevölkerung durch Verhungern um 500.000 Menschen, etwa zwei Millionen wanderten aus, z.B. in die USA.
Auf dem Weg zurück zum B&B kommen wir an der O'Connell Monument vorbei. Er war die  treibenden Kraft in Irlands Politik von den späten 1820er Jahren bis zu seinem Tod 1847
Schnell sind wir am Flughafen
und sind im Flieger 
auf dem Weg nach Hause
Es waren wunderschöne Tage in Dublin. Wir hatten Spaß, haben viel gesehen. Es war irgendwie keine Reise in die Vergangenheit, dafür kannte ich vieles nicht mehr. Aber es war schön diesen Traum für mich wahr gemacht zu haben. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter, es hätte nur etwas weniger windig sein können. 















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